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Tempo runter, bitte! - Schulanfang


Jetzt kann man sie wieder sehen, solche über Straßen hinweg gespannte oder an Gebäuden befestigte Banner von der deutschen Verkehrswacht mit der Aufschrift: „Tempo runter, bitte! Schulanfang“. Und jeder, der vorbei-kommt und es liest, weiß sofort, hier ist Vorsicht geboten.

Nach den Ferien fängt für viele Kinder der Schulalltag an, zum ersten Mal. Doch auch bei vielen anderen ist es jetzt nach der Sommer- und Ferienpause wieder ein neues Anfangen. Jetzt geht die Schulzeit für alle Schüler wieder los, manch einer hat die Schule gewechselt und fängt an einem neuen Ort an. Auch ist für viele Menschen die Urlaubszeit im betrieblichen Alltag zu Ende und der Trott der Arbeit beginnt. Und auch hier fangen viele jungen Menschen nach absolvierter Schulausbildung oder Studium mit einer neuen Lehr- und Ausbildungstelle an. Allerorten anfangen und Anfänger.

„Aller Anfang ist schwer“, so sagt es ein Sprichwort. Neue Umgebung, neue Menschen, mit denen ich zu tun habe, oft neues Arbeitsfeld. Wer neu anfängt, der will meist auch gleich immer alles gut machen und bei den anderen einen guten Eindruck hinterlassen. Daher stürzt man sich auch gleich auf die Arbeit drauf.

Vielleicht kann uns hier das Banner der deutschen Verkehrswacht, auch wenn es so nicht gemeint ist, auf noch einen anderen Aspekt hinweisen. „Tempo runter!“ Also nicht nur vorsichtig mit den anderen umgehen, sondern auch vorsichtig mit sich selbst umgehen. Mit Bedacht meine Arbeit erledigen. Nicht gleich wieder das ganze Pulver der Erholung des Urlaubs oder der Ferien verschießen. Achtsamkeit sich selbst gegenüber, ein wichtiges Schlagwort unserer oft so hektischen und stressreichen Zeit.

Bis zum nächsten Urlaub und den nächsten Ferien ist oft ein langer Weg. Dass alle „Anfänger“ sich die Kräfte einteilen können und achtsam mit sich selbst umgehen, wünscht Euch und Ihnen allen

Reiner Modenbach
Pfarrer in den Pfarrgemeinden Rasdorf und Großentaft


 

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